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Offenbarung der kindlichen Schlagzeuger-Seele
Seit rund vier Jahren gehen die vier Musiker punktuell gemeinsame Wege:
Four in time heisst ihr Projekt, mit dem sich die Schlagzeuger Daniel
Humair, Pierre Favre, Fredy Studer und Fritz Hauser als kongeniales Ensemble
präsentieren. Und dass das Interesse hierfür gross ist, zeigte
ihr von off beat / JSB organisiertes Konzert am Montagabend im Theaterfoyer,
das mit rund 650 Besucherinnen und Besuchern ausverkauft war.
Die beiden älteren Schlagzeuger Daniel Humair und Pierre Favre sowie
die beiden rund 15 Jahre jüngeren Schlagzeuger Fritz Hauser und Fredy
Studer gehören zur Creme de la Creme der Trommelkunst und dies nicht
nur in der helvetischen Musiklandschaft, sondern in der europäischen
Szene. Von durchaus unterschiedlichem Charakter, haben die vier Schlagzeuger
ihre höchst eigenwilligen Stile entwickelt, die sie in die verschiedenen
Formationen in denen sie tätig sind, einfliessen lassen.
(...)
Dass die Musik dieses Schlagzeugquartetts nicht zu einer reinen Drum
Battle verkam, hatte jedoch noch andere Gründe: Die vier Schlagzeuger
gehören zweifelsohne zu den subtileren Meistern ihres Faches, mit
einem Spektrum, das hinsichtlich der Charaktere grösstmögliche
musikalische Vielfalt garantiert. Ausserdem sind die mit reichlich Improvisationsmöglichkeiten
angereicherten Kompositionen dergestalt angelegt, dass ein reines Powerspiel
gar nicht erst möglich ist.
Und schliesslich fand auch der Humor in der Musik des Quartetts seinen
Platz: Etwa beim in pure Noise-Lust eindringenden Dialog zwischen Hauser
und Humair, wo sich die kindliche Seele des Schlagzeugers offenbart -
zur hörbaren Freude des Publikums, das dem Quartett am Schluss eines
reichhaltigen Trommelbouquets lang anhaltenden Applaus zollte.
Basler Zeitung. Christian Fink. 17.1.2001
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