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Wintergäste zum Zweiten:
< Doktor Murkes gesammeltes Schweigen > von Heinrich Böll. Eine
Kathedrale der Meinungsmache.
Eine alte Radiouhr steht auf dem Tisch, der Musiker Fritz Hauser sitzt
links, der Schauspieler Christoph Müller rechts. Beide schauen auf
die Stoppuhr, ein Trommelschlag, nichts als das leise Ticken der Uhr.
Ein Kratzen auf der Trommelhaut, ein Wischen, Knacken, Schläge an
den Trommelrand. Geräusche, die in der Stille auslaufen. Ein zweiter
Trommelschlag. Christoph Müller beginnt zu lesen, ohne Pathos im
Rhythmus der Geschichte, kühl fast. (...)
Fritz Hausers Tonlandschaft erinnert an die Geräusche aus- und einklinkender
Zahnräder oder Kettenbahnen, an ein altes Uhrwerk auch. Hauser eröffnet
mit den verschiedenartigen Tönen, darunter auch kleine Trommeltänze,
einen Geräuschhorizont, in den sich auch das Knarren der Balken,
das Hin- und Herrutschen auf einem Ledersessel, das Husten im Publikum
oder ein leiser Pfeifton einmischen. Wie ein Meister über die Zeit
lässt er dieses Uhrwerk laufen, erzählt eine Klang-Geschichte
... (...)
Cornelia Thuerlemann, Basler Zeitung, 23.1.2001
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