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Schlagzeug und Bläser im Vordergrund
Unter der Stabführung von Matthias Bamert spielte das Orchestre
Philharmonique de Luxembourg im Escher Theater (...)
... mit solcher Spannung erwartete man den Star des Abends, den Schweizer
Perkussionisten Fritz Hauser, dem sein Landsmann, der Komponist Robert
Suter ( anlässlich der Uraufführung in Esch persönlich
zugegen ), sein Werk < Jeux ( d'apres un ballet imaginaire ) > auf den
Leib geschrieben hatte. Fritz hauser baute zunächst einen Wall verschieden
grosser Becken um sich auf, unter denen ein paar Trommeln kaum noch auszumachen
waren. Von diesen Becken, den mitvibrierenden Gong im Rücken, gingen
nun Schwingungen aus, die sich in einem extrem langsamen, aber ungeheuer
dichten Crescendo zum Fortissimo steigerten. Die Tonwellen übertrugen
sich auf die Streicher, die mit nervösem Staccato reagierten. Während
vier im Halbkreis um Marimba bwz. Xylophone aufgestellte Schlagzeuger
Begleitfunktion hatten, stieg das Blech in nach wie vor stringent-kurzen
Einwuerfen resolut in den Dialog ein.
Die Partitur lässt dem Solo-Perkussionisten viel Raum zum Improvisieren,
und dies lebte Fritz Hauser in einem rhythmisch und klangrelationell bestechenden
Wechselspiel von Becken und Trommeln -mal mit den blossen Händen,
mal mit unterschiedlichen Stöcken und Schlegeln, und mit einem gelegentlichen
Holzblock als zärtliche Fussnote - in seinen Kadenzen voll aus. Nachdem
ihn ein eigenwilliges Interludium der Saxophone zum nochmaligen dynamischen
Ausholen ermuntert hatte, endete der Solist, indem er seine Schwingungen
lange und andächtig über dem Glissando der tieferen Register
ausklingen liess. (...)
Luxemburger Wort. Andre Link. 17.1.2001
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