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Sie klingen gut, die Valser Steine
Fritz Hauser, unermüdlicher Klangforscher
und selbst ernannter Purist, hat am Freitag zur Dämmerstunde nach
Vals zur Vernissage <sounding stones> geladen. Hauser ist nicht
einer, der Gestriges nicht mehr gelten lässt oder gar verleugnet.
Er ist bloss aeusserst kritisch und fähig, Kritik wahrzunehmen. Hausers
Interesse an Unbekanntem, dem Ausloten von Möglichkeiten paart sich
mit Selbstkritik; Dinge, die ihn dahin bringen, wo er am Freitagabend
in Vals stand.
Klangsteine
auf CD
Welchem Badbesucher in der Felsentherme
in Vals ist es nicht auch schon so ergangen, dass er auf den Sound der
Klangsteine gestossen ist, sich als Labsal für Geist und Seele davon
faszinieren liess?Unter dem Eindruck dieses Klangerlebnisses an der Kasse
infolge fehlender Konserve dazu betrübt zur Kenntnis nehmen musste,
dass dieses Erlebnis wohl auf den Badebesuch beschränkt bleiben werde.
Sich dieser Tatsache bewusst, versuchte
Hauser schon seit Jahren eine Lösung zu finden. Für ihn stand
fest, ein Produkt schaffen zu wollen, welches der Klanginstallation im
Bad auch entspricht. Die Installation beruht auf Einzelaufnahmen auf vier
CD-Geräten, welche nach dem Zufallsmodus abgespielt werden.
Die Mühe hat sich gelohnt. Fritz
Hauser hat ein Produkt gefertigt, das der Klanginstallation des Bades
und seinen Vorstellungen gleichkommt. Aus Stein ist das Bad - aus Stein
ist Hausers Instrumentarium. Es sind diese seine unter dem gestrengen
Auge des Bildhauers Arthur Schneiter geschliffenen Klangsteine.
Klangsteinskulpturen stellt der in Thurgau
wohnhafte Künstler Arthur Schneiter her. Sein Wirken wird in der
DRS-2- Hörsendung <Steinschlag> nachhaltig dokumentiert.
Die Geschichte der nun vorliegenden
CD ist lang. Fritz Hauser setzte sie den Vernissagebesuchern in gekürzter
Form vor. Ausführlicher wurde er bei den Kostproben auf seinen Klangsteinen:
eine faszinierende Mixtur aus technischem Koennen und künstlerischer
Vielfalt.
Doch was ist eine CD ohne Cover und
Booklet? Hier wurde die Quadratur des Kreises gefunden: Kein Geringerer
als der Churer Fotograf, walserischer Herkunft und in Zürich wohnhaft,
Hans Danuser lieferte die neunteilige Fotoserie seiner Felsentherme-Aufnahmen.
Die Originale waren anlässlich der Vernissage bodeneben ausgelegt,
womit sich der Betrachter im wahrsten Sinne des Wortes vor Danuser Werken
zu verbeugen hatte.
Booklet und CD bilden zusammen ein Kunstobjekt.
Das Booklet nennt die Mitwirkenden, unter anderen Bildhauer Arthur Schneiter,
Architekt Peter Zumthor, Texter Peter Schmid und Designer Christian Lichtenberg.
Bündner Tagblatt. Domenic Buchli.
27.12.2001
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